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Nicht nur im Großherzogtum Hessen dienten vor aber auch während der flächendeckenden Einführung von Grenzsteinen vor allem markante, langlebige Baumarten als natürliche Grenzmarkierungen, die zu diesem Zweck als Grenzbaum (nicht Schlagbaum) gesetzt wurden.
Bestandsbäume an Grenzen hingegen nutze man durch das Einschneiden von bestimmten Zeichen / Markierungen wie etwa den Malbaum (von mittelhochdeutsch „mal“ = Zeichen), oder den Lachbaum (althochdeutsch ,lah’ für den Einschnitt). Auch trieb man zur Grenzkennzeichnung in Bäume Löcher, den sog. Lochbaum, von dem es im Übrigen 1715 eine ganze Serie entlang der Grenze bei Friedrichsdorf gab.
Die Baumwahl der Grenzbäume war neben der symbolträchtigen Deutschen Eiche (Stileiche) auch standortabhängig.
In der Flur rund um Bad Vilbel finden sich heute noch mutmaßlich die folgenden Arten von insgesamt acht Grenzbäumen:

Stieleiche (Deutsche Eiche / quercus robur)
Wegen ihres harten Holzes und der extremen Langlebigkeit aber auch ihrer symbolischen Bedeutung oft an wichtigen (Eck-)Punkten gepflanzt.
(Mehr zur Deutschen Eiche)

Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
Diese setzt durch ihre auffällige Krone ein klares, sichtbares Zeichen in der Landschaft.
Schwarz-Pappel (populus nigra) (Baum des Jahres 06)
Sie wächst rasch bis zu 30m hoch und ist in kurzer Zeit mit ihrer massiven Krone ein großer, weithin sichtbarer Baum. Sie ist in der flachen Landschaft als Landmark nicht zu übersehen. Die Bäume sind sehr robust, sturmfest und vertragen feuchte Böden gut.
Der Bestand ist stark gefährdet (Rote Liste)!
Wir werden jeden dieser bislang acht Grenzbäume, von denen wir annehmen, dass sie diese Funktion einmal ausübten, genau auf diese Zuschreibung als Grenzbaum hin prüfen und die Ergebnisse auf dieser Seite vorstellen.
ÜBERSICHTSKARTE der alten Grenzbäume in den Fluren Bad Vilbels:
(Das gesamte Thema wird derzeit erst erarbeitet und daher auch diese Übersichtskarte erst nach und nach gefüllt.)

